Tierheim-Tiere nicht über Ebay-Kleinanzeigen, Quoka, edogs & Co. vermitteln!

Unsere Hündin Winnie sollte über Ebay verkauft werden. Eine Dame hat sie davor bewahrt und ihre wichtige OP veranlasst. Eigentlich sollte es nun in Ordnung sein, die Hündin ist bei uns im Tierheim. Aber: der Durchfall nahm kein Ende, es sollte früher eine Giardienbehandlung erfolgt sein, eine harte Zitze wurde nicht mit entfernt. Eine erneute OP steht nach der langwierigen Wundhandlung an. Die Kosten tragen wir als Tierheim.

Man stelle sich vor, was wäre mit der Hündin geworden, in welchen Händen wäre sie gelandet, wenn sie an irgendwen verkauft oder kostenlos abgegeben worden wäre, der ihr Leid nicht erkannt hätte, der sie evtl. sogar für irgendwelche tierfeindlichen Zwecke missbraucht hätte???

Unser Dachverband, der Deutsche Tierschutzbund, weist immer wieder darauf hin, dass die genannten Plattformen nicht geeignet für Tiervermittlungen sind. Natürlich gibt es dort viele seriöse Abläufe, aber „im Internet“ tummeln sich auch viele, die eben mal ein überdrüssiges Tier loswerden wollen, bzw. Käufer, die nach Niedlichkeitsfaktor, Mode und Farbe ein Tier auswählen - nicht nach Charakter und Bedürfnissen. Und - Ebay ist wie Quoka, edogs u.a. Verkaufsplattformen - auch DER Markt für illegalen Tier- bzw. Welpenhandel. Der Deutsche Tierschutzbund formuliert es so, "dass man sich durch die Nutzung solcher Plattformen in direkte Konkurrenz mit illegalen Tierhändlern und unseriösen Verkäufern stellt und die Nutzung solcher Portale um sich ein Tier anzuschaffen, legitimiert."

Tierschützer müssen sich "von solchen Fällen, aber auch generell von der nicht kontrollierten und kontrollierbaren Vermittlung von Tieren über solche Portale [...] dringend distanzieren".

Jeder kennt mittlerweile die Tragödien, die sich beim Welpenhandel abspielen - durch Onlinetierkäufe, wo man einen angeblich gesunden Welpen mit angeblichen Papieren und Impfungen irgendwo in die Hand gedrückt kriegt, der oft genug tödlich erkrankt ist und nach einem kurzen Welpenleben mit großem Leiden stirbt. Elterntiere sehen: Fehlanzeige, ebenso eine Haltung mit Menschen- und Umweltkontakt, ebenso eine vernünftige tierärztliche Versorgung, ebenso Schutzverträge. Wir Tierheime haben immer wieder mit traurigen Gesundheitszuständen gerade bei Beschlagnahmungen zu tun, und oft stehen schlechte Zustände mit dem Online-Verscherbeln im Zusammenhang.

Menschen mit schlechten Absichten tummeln sich überall, und auch sie können unsere Tiere direkt über unsere Homepage finden. Ja, aber wir führen Beratungsgespräche für eine wirklich passende Vermittlung durch, lassen Interessenten und Tieren Zeit, einander kennenzulernen, schließen Schutzverträge mit Vermittlungsgebühren ab und machen Kontrollen.

Es gibt für unsere Vermittlungen unsere Homepages, Facebook und auch Plattformen wie Tierheimhelden.de, wo nur Tierheimtiere vorgestellt werden. Man muss ein Zeichen setzen.