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Curry 

Meine verrückte Curry, meine geliebte Seelenhündin.. Seit über einer Woche sitze ich hier jeden Tag auf’s Neue und versuche, die richtigen Worte zu finden ... Dabei ist es immer noch so unwirklich, dass Du nie wieder hier neben mir auf der Couch liegen wirst ...


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Ich hab nie an „Liebe auf den ersten Blick geglaubt“, ist doch Schwachsinn! Jedenfalls bis zu diesem Tag im August, als ich Dich aus deinem, nennen wir es mal „Vorgarten“, beschlagnahmen sollte. Davon warst du erst überhaupt nicht begeistert, schließlich warst du total abgeschottet von anderen Tieren/Menschen gehalten worden, hattest nicht mal einen Platz, der bei Regen trocken blieb und du gabst dein tiefstes Bellen und Grummeln von Dir. Dieser über straußenei-große Tumor hing hinten an dir herunter und ich erinnere mich immer noch an dieses gemischte Gefühl in mir: Auf der einen Seite hast du mir so leid getan, auf der anderen empfand ich tatsächlich etwas Ekel und Hilflosigkeit, ich dachte das „Ding“ platzt jeden Moment. Im Nachhinein weiß ich jetzt, dass schon in dieser Situation klar war, dass Du an meine Seite gehörst und nirgendwo anders hin.

Einige Zeit musstest du noch im Tierheim bleiben, in dieser Zeit kämpftest du Dich durch zwei Operationen mit starken Wundheilungsstörungen, trotz Allem fingst du endlich an dein Leben wieder zu genießen und wir verbrachten jede freie Minute zusammen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann der so lang herbeigesehnte Tag im Oktober, als du endlich mit nach Hause durftest, zu mir und Raudy. Es war von Anfang an perfekt, Du warst unser fehlendes Puzzleteil. Ich kann dieses Gefühl gar nicht in Worte fassen, ich denke so fühlt sich „Glücklich sein“ an. Du machtest ständig Fortschritte, wir verstanden uns von Anfang an fast ohne Worte. Anscheinend war uns dieses Glück nicht gegönnt, dann an Weihnachten brach „unsere heile Welt“ zusammen. Dir ging es auf einmal nicht gut, es sah erst nach einer Magenverstimmung aus, also fuhren wir zur Tierklinik, mehrmals, du wurdest trotzdem immer schwächer..

Am 27.12.2018 dann die Diagnose Herztumor, Dir ging es so unfassbar schlecht, und es brach mir das Herz, dass ich nichts dagegen tun konnte. Ich musste Dich gehen lassen, so plötzlich, wir hatten doch viel zu wenig Zeit zusammen. Du hinterlässt so eine unendliche Leere, ich vermisse Dich so sehr, jede Sekunde …mein Mädchen. Ich hoffe, dass ich Dir wenigstens ein paar Monate lang zeigen konnte, wie sich ein glückliches Hundeleben anfühlt. Rest in peace, meine ‚ Curruis-Wurmius‘, mein ‚Zippenjoé‘, meine verfressene Eule…

Du wirst für immer ein Teil von mir sein, deine Marie, deine Dich so liebende Hunde-Mama ..