Mittwoch, den 20.07.2011

Im Herbst 2010 und im Frühjahr 2011 führte der Deutsche Tierschutzbund in Mecklenburg-Vorpommern ein Pilotprojekt in Form von Kastrationsaktionen freilebender Katzen durch.  Fast alle Tierschutzvereine beteiligten sich an der Aktion. Somit wurde im Vorfeld bereits sehr viel Katzenelend vermieden. Die Tierärztin hat sehr ruhig und konzentriert gearbeitet. In jeder Phase spürte man, dass ihr die Tiere sehr am Herzen liegen und sie ihnen alles andere unterordnet. Es gab keinerlei Komplikationen, alle Tiere konnten nach einer Beobachtungszeit wieder in die Freiheit entlassen werden. Nun hat die Landestierärztekammer der Tierärztin eine Rüge erteilt und ein Bußgeld auferlegt, weil sie gegen die Gebührenordnung und gegen den “Kodex der Guten veterinärmedizinischen Praxis” verstoßen haben soll. Worum geht es hier? Es geht wie immer um Geld! Nicht um die Vermeidung von Katzenelend. Das Bußgeld soll die Tierärztin an 2 benannteTierschutzvereine überweisen!!!! Das ist pervers! Ich will hoffen, dass die begünstigten TSV das Geld an die Tierärztin zurück überweisen und sich nicht in diese Kampagne mit hinein ziehen lassen! Schließlich haben wir gemeinsam mit der Tierärztin die Kastrationsaktion durchgeführt. Ich frage mich nur, warum die Probleme im Nachhinein aufgeworfen werden und von unserer Dachorganisation nicht bis ins letzte Detail vor dem Beginn der Aktionen geklärt werden konnten. Aber auch das Verhalten des Präsidenten der Landestierärztekammer können wir nicht nachvollziehen. Im Ergebnis seines Handelns steht in Frage, ob weitere Aktionen durchgeführt werden können und wenn ja, zu welchen Preisen? Und wer soll das dann bezahlen können (Kastration Kater 62 €, Katze 103 €.-)? Die Tierschutzvereine? Die Ämter?

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