Anna in der Pflegestelle

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Anna


Abschied von Anna
Am 13.08.2012 haben Anna und ich uns voneinander verabschiedet. Der Krebs ist aufgegangen.
Abschied von Anna mit Bildern auf der Regenbogenwiese

In zwei Wochen wäre sie ein Jahr bei mir gewesen. Sie hat in der letzten Zeit wieder gespielt. Das war das unterbewusst vermutete, aber verdrängte Aufblühen. Höhere Sprünge vermied sie und nutzte die Omitreppchen, die ich ihr gebastelt habe. Sie muss Schmerzen gehabt haben, die sie wegschnurrte. Berührungsempfindlichkeiten zeigte sie mir durch Pfotenheben und Kopfdrehen, als wenn sie hauen oder beißen wollte. Aber die Andeutung genügte. Sie ließ sich durch die Wohnung an alle Fenster tragen und nahm die Gartenwelt zur Kenntnis. Verirrte sich ein Spatz auf den Boden, wurde sie zur echten Wildkatze. Ab und an bekam sie einen Rappel und fegte durchs Haus wie ein Jungtier. Nun höre ich nicht mehr ihr “duf duf duf duf duf duf” beim Treppe hochlaufen und “dabum dabum dabum dabum” beim Runterhoppeln. Der Computer-Fensterplatz ist leer, und ihr Blick sagt nicht mehr zu mir: “Du sollst keine anderen Tiere haben neben mir.”
Ein Leben hat sich vollendet, das Hoch und Tief geglättet. Im nächsten Jahr werden Butterblümchen auf ihrem Grab wachsen, und in unzähligen Samen wird Annas Energie in die Welt fliegen ….. Irgendwie klappt der Vorsatz nie, sich nicht so sehr an ein Pflegetierchen zu binden.

Annas traurige und dankbare Pflegemama

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Mamas neue Skulptur
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den Platz hab ich mir am 1. Mai gekapert

22. März 2012

Hallo mal wieder,
mittlerweile kuschle ich auf dem Schoß oder auf dem Arm. Auf den Schoß krabble ich nun auch von selbst. Über die Laptop-Tastatur laufe ich nicht mehr, das haben Ma und ich diplomatisch vereinbart. Es klappt 🙂 Ich laufe brav auf dem Laptoprand herum oder stehe vor dem Bildschirm, solange bis Mama mich von da zu sich herüberhebt. Dann hält sie mich ganz lange und still, und das mag ich. Mehr mache ich nicht mehr, selbst auf der Heizung liegen ist mir nichts mehr. Nur Körperwärme. Und Köpfchengeben ohne Ende. Okay, und das dickste Kopfkissen 🙂 oder die weiche Decke im Computerregal, wenn Ma diese Webseite aktualisiert. Da habe ich alles im Blick.

Mein Renal vertrage ich gut, aber weil ich ein entzündetes Mäulchen hatte, weicht Ma es mir ein. Dafür dass ich ja fast schon auf eine Hospizstelle hergezogen bin, habe ich mich doch noch mal aufgerappelt, mit Krisen zwischendurch. Über ein halbes Jahr wohne ich nun schon hier.

Wenn ich durch die Badfensterscheibe eine junge Draußenkatze sehe, fauche ich und beschwichtige danach, dann weiß sie bescheid.
Jetzt kommt der Frühling und die Sonne ist wohltuend. Ich grüße alle Miezis, die noch im Tierheim sind, und die Crew.

Eure Anna

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Prinzesschen auf der Erbse März 2012
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Schnurren im Computerregal
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meine Meditationsbank
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im Körbchen vom Drahtschnauz
anna-z-fellsessel
hmmm, kuschlig
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schnell besetzen, bevor sie aufstehen kann
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mein Sonnenplatz
anna-z-von-aussen-kl
mein Omifenster von draußen
2. September 2011
Ach ja,
hier meine ersten Eindrücke. Meine neue Pflegemama krabbelt mit dem “Knips” hinter mir her 🙂 
 
Ich tue: fressen, kuscheln, Schaffell treteln, Wohnung erkunden, meditieren, im größten Hundekörbchen schlafen. Auf der Heimfahrt habe ich sanft und offen durch das Boxgitter gelunst und mich gefragt, ob das meine neue Mama sein könnte. Sie sprach lieb mit mir und sagte, ich gucke so weise und wissend. Das bin ich auch, bin schließlich Katze.

Sie hat schon rausgekriegt, dass ich ganz doll anhänglich bin und viel ruhige Anwesenheit und Wärme brauch. Noch ruhe ich gern alleine. So kann ich vielleicht meine Krebserkrankung, meinen Immundefekt, meine Verdauungsprobleme und meine Schmerzen mal vergessen. Im übrigen habe ich nicht die Absicht, hier noch mal wegzuziehen. Dies habe ich der Neumama schon mitgeteilt – mit ankuscheln und schnurren 🙂 Und wenn es mir mal viel schlechter geht, habe ich so das Gefühl, dass sie mir nicht mehr von der Seite weichen wird, das ist das, was ich auch brauche …

Lieben Dank an das Tierheimteam für die gute Pflege,
tschüs eure Anna

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